Tanzende Fontänen oder die Conga des neuen Feuers: Das Repertoire des Landespolizeiorchesters bei seinem Benefiz-Gastspiel im Bad Kreuznacher Kurpark war flott, schwungvoll, mitreißend. Ralf-Dieter Kanzler, Vorsitzender des Fördervereins Krankenhaus St. Marienwörth begrüßte die Musiker und ihren Dirigenten Laszlo Szabo, die bei angenehm moderaten Temperaturen am Sonntagvormittag vor großem Auditorium spielten. Und zur Einstimmung bei der Sommermatinée gab es mit dem Imperator-Marsch ein Stück von einem Komponisten aus dem Kuseler Wandermusikantenland, wie Moderator Joachim Lösch verriet. Marsch-Komponist Georg Drumm war Teil dieser Westpfälzer Musikkultur und komponierte ihn für die Donaumonarchie. Das seit 1953 bestehende Orchester spielt jedoch nicht nur Militärisch-Schmissiges, die Musiker begeistern als musikalische Botschafter der „Freunde und Helfer“ auf ihren Gastspielen stets mit einem breiten Querschnitt an Rhythmen und Melodien. Einen perfekten Anschluss bildete der Konzertwalzer „Tanzende Fontänen“ – Moderator Lösch hatte nicht zu viel versprochen, als er „viel Musik, viel gute Laune und ein ganz buntes Programm“ ankündigte. Das sinfonische Orchester verfügt über beeindruckende Qualitäten und Könner, von denen einige herausragende Solisten sind, etwa Anna Matzen, die den Solopart in Artie Shaws Concerto für Clarinet souverän und mitreißend interpretierte. Musik, die man entspannt im Sitzen genießen kann, die aber auch den Tänzer in jedem wecken, präsentierte das Orchester mit den „feurigen Congas“ von Arturo Márquez. Auf lateinamerikanische Folklore und Rhythmen folgten Jazz von Chuck Mangione, ein bunt gespicktes 50er-Jahre-Medley mit Schlager und Rock’n’Roll und anschließend Melodien der Popband Queen, alles vorgetragen in perfekter Abstimmung, mit weiteren solistischen Glanzlichtern, nuancenreichem Klang und präziser Dynamik. Das Landespolizeiorchester verabschiedete sich mit zwei Zugaben und dem Versprechen auf ein Wiedersehen und Wiederhören im nächsten Jahr.
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